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Wie viel Geld gibt es auf der Welt? (2021)

Geld fasziniert dich und du wolltest schon immer Wissen wie viel Geld es eigentlich auf der Welt gibt?

Die Frage wie viel Geld es auf der Welt gibt, kommt darauf an an wie man “Geld” definiert. Es gibt z.B. Bargeld, Buchgeld, Schulden, Kredite, Wertpapiere und so weiter.

Das Wichtigste in Kürze

Zum Überblick hier eine Zusammenfassung der geschätzten Geldwerte von 2019 bis heute umgerechnet in US-Dollar (Quelle: Forbes). Die einzelnen Geldwerte beruhen auf Schätzungen – die genaue Summe wird nirgends genau erfasst.

  • Bargeld: etwa 7,6 Billionen US Dollar
  • Sichteinlagen bzw. Giralgeld: 82,8 Billionen US-Dollar
  • Bitcoin (Virtuelles Geld): 100 Milliarden US-Dollar
  • Rohstoffe, die als Zahlungsmittel dienen können: 17 Milliarden US-Dollar Silber und 7,7 Billionen US-Dollar Gold
  • Aktien: etwa 95,2 Billionen US Dollar (2019)
  • Staatsverschuldung weltweit: etwa 199 Billionen US Dollar (!) (2019)
  • Derivate: etwa 630 bis 1,2 Billionen Dollar

Geld – was ist das eigentlich?

Stell dir vor es gäbe kein Bargeld und du müsstest für dein Brötchen beim Bäcker noch tauschen. Was heute unvorstellbar klingt war vor Einführung des Geldes als Zahlungsmittel gang und gäbe.

Die Papierscheine und Münzen die wir als Geld bezeichnen sind an sich kaum etwas wert. Sie werden jedoch als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert und ersparen uns damit mühselige Tauschgeschäfte. Womit wir auch schon bei der Definition wären: Geld ist das allgemein anerkannte Tausch- und Zahlungsmittel, auf das sich eine Gesellschaft verständigt hat. Im Euro-Währungsgebiet ist Euro-Bargeld das gesetzliche Zahlungsmittel. Früher als es in den Banken reale Goldreserven als Gegenwert zu dem von ihnen ausgegebenen Geld gab, war es noch relativ zu sagen wie viel Geld es auf der Welt gibt. Heute stehen jedoch auch Waren und Dienstleistungen als Sicherheit des Geldes gegenüber.

Bargeld

Weltweit steigt die Menge der Banknoten trotz das immer wieder das Ende des Bargelds verkündet wird. Möchtest du Wissen wie viel Bargeld es gibt, ist das relativ leicht zu beantworten: Laut Forbes gibt es weltweit Bargeld im Wert von ca. 7,6 Billionen US Dollar.
Wenn du nicht täglich mit Milliarden, Billionen oder gar Billiarden hantieren musst, sind diese Zahlen erstmal etwas surreal. Deswegen ein kleiner Vergleich um die Dimension der Zahlen zu verdeutlichen: Eine Billion ist eine “eins” mit zwölf Nullen und eine Billiarde eine “eins” mit fünfzehn Nullen. Wenn man vier Milliarden 500 €-Scheine übereinander stapelt (das sind 2 Billionen €) erreicht der Geldstapel die Höhe der Raumstation ISS. Die Raumstation umkreist die Erde in ungefähr 400 Kilometern Entfernung.

Die Zahl der Euro-Banknoten wächst jedoch gerade in jüngster Zeit. Fast 20 Milliarden Stück sind derzeit im Umlauf. Bei der Einführung der Euro-Scheine 2002 waren es gerade mal 7,8 Milliarden. Allein im vergangenen Jahr kamen rund 1,3 Milliarden Stück hinzu. Auf jeden Bürger der Euro-Zone kommen somit theoretisch 58 Banknoten.

In den USA sind es sogar deutlich mehr. Ganze 109 Dollar-Scheine pro Person. In Japan soll es 126 Yen-Banknoten pro Person geben. Die meisten Banknoten befinden sich jedoch nicht im Umlauf. Die Bundesbank geht davon aus, dass für den täglichen Zahlungsverkehr nur etwa 10 Prozent des Bargeldes genutzt wird.
Der größere Teil dient zur Wertaufbewahrung. Die Bundesbank schätzt, dass dies 50 Prozent der Euro-Scheine ausmacht. Noch größer wird dieser Anteil beim US-Dollar sein, der als weltweite Leitwährung angesehen wird und in vielen Ländern auch als Parallelwährung genutzt wird.

Die schwächsten Währungen verlieren durch Inflation ständig an Wert. Derzeitiger Spitzenreiter ist der Iran, dort bekommt man für einen Euro rund 36.000 Rial. Die Regierung will demnächst die Währung in Toman umbenennen und eine Null streichen. Dann wird die schwächste Währung der Welt in Vietnam sein, wo ein Euro rund 25.200 Dong entspricht.

Ebenso wichtig wie der Wert ist die Fälschungssicherheit einer Währung. Die Fälschungssicherheit der Euros gilt als besonders hoch, im vergangenen Jahr wurden rund 700.000 falsche Euro-Scheine sichergestellt. Das klingt erstmal sehr hoch, jedoch bezogen auf die Gesamtzahl der Banknoten sind das gerade mal 0,000034 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, einen gefälschten Schein in die Hand zu bekommen, liegt also bei 1 : 30.000.

Sichteinlage oder Giralgeld

Sicherlich hast du aber auch schon gehört, dass wenn jeder zur Bank geht und sein Vermögen vom Konto abheben würde, die Banken nicht in der Lage wären alles Geld auszuzahlen. Grund dafür ist, dass es weltweit weniger Bargeld gibt als das gesamte Guthaben, das auf Konten bei Kreditinstituten liegt. Ein Großteil des Zahlungsverkehrs findet ohnehin bargeldlos beispielsweise per Überweisung statt. Mit dem immer wieder angekündigtem Ende des Bargelds wird sich die Differenz zwischen der virtuell vorhandenen Geldsumme und dem Bargeld wohl weiter fortsetzen. Die geschätzte globale Geldmenge an Giralgeld liegt bei stolzen 82,8 Billionen US-Dollar.

Virtuelles Geld

Ähnlich wie das Giralgeld nur virtuell exsitiert, ist es auch mit virtuellem Geld in Form von Kryptowährungen. Diese Währungen beruhen auf einer genau definierten elektronischen Anordnung von Bits und Bytes. Die bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin mit einer geschätzten Summe von 100 Milliarden US-Dollar in 2019.

In vielen Staaten ist gesetzlich festgelegt, dass nur das Geldwesen eines Staates als Währung zählt – Kryptowährungen werden also nicht offiziell als Zahlungsmittel anerkannt. Einzelne Staaten haben aber die Zukunftsfähigkeit von Kryptowährungen erkannt und so will China sogar eine eigene Kryptowährung, den E-Yuan einführen, gleichzeitig aber den Handel mit Bitcoin untersagen.

Rohstoffe

Rohstoffe wie Silber und Gold können weltweit zu bestimmten Zwecken als Zahlungsmittel verwendet werden. 2019 lag die geschätzte Menge an Silber bei 17 Milliarde US-Dollar und Gold bei 7,7 Billionen US-Dollar.

Aktien

Eine Menge Geld “schlummert” jedoch auch auf den weltweiten Aktienmärkten. Aktien sind Anteile an einem Unternehmen, der sogenannten Aktiengesellschaft (AG). Das Eigenkapital der AG wird durch die Anzahl der Aktien geteilt, welche die AG ausgegeben hat. Der Wert des Aktienbestands ergibt sich aus der Multiplikation der jeweiligen Kurse mit der Anzahl der Wertpapiere am Jahresende und wird auch als Marktkapitalisierung bezeichnet. Zum Ende des Jahres 2019 belief sich der Wert des weltweiten Aktienbestands auf rund 95,2 Billionen US-Dollar.

Staatsverschuldung

Im Vergleich zu den Schulden der Staaten ist der Wert der Aktien weltweit jedoch gering. Deswegen sollten wir auch einen Blick auf die Verschuldung der Staaten werfen. Als Staatsverschuldung bezeichnet man die Schulden eines Staates.

Die Staatsverschuldung weltweit wurde vor kurzen noch auf ca. 199 Billionen US Dollar geschätzt. Diese Zahl klingt schon irrwitzig groß und als normaler Bürger ist es kaum vorstellbar wie viel eine Billion US Dollar überhaupt sind. Doch geraden in Zeiten wie Corona steigt die Staatsverschuldung weltweit enorm an. Kein Wunder also, dass alleine die Staatsverschuldung einen hohen Wert ausmacht.

Das US-Haushaltsdefizit wird z.B. in diesem Jahr voraussichtlich 3,8 Billionen Dollar erreichen, was mehr als doppelt so hoch wäre wie der bisherige Rekord während der Finanzkrise.

Derivate

Doch selbst diese Summe ist lediglich ein Drittel der weltweiten Derivate. Derivate sind Finanzprodukte, deren Preise sich nach den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Investments richten. Basiswerte dafür können z.B. Wertpapiere wie Anleihen oder Aktien sein. Ein Derivat kann jedoch auch von Kurs- oder Zinsentwicklungen, von Rohstoffpreisen, Kennzahlen oder Indizes abgeleitet werden. 2014 war die Summe der ausstehenden Derivate fast zehnmal so hoch wie die weltweite Wirtschaftsleistung! Allerdings können sie unter bestimmten Umständen auch der Realwirtschaft dienen und diese vor Risiken absichern.

Derivate werden von Privatanlegern hauptsächlich zur Spekulation genutzt. Ein weiterer Verwendungszweck ist die Absicherung von Währungs- und Kursrisiken sowie die Abbildung von Rohstoffpreisen. Zu den wichtigsten Derivaten zählen Zertifikate, Optionen, Futures und Swaps. Die genaue Geldmenge, die Derivate im Finanzmarkt ausmachen, ist nicht bekannt und lässt sich nur schwer messen. Schätzungen belaufen sich auf Summen zwischen 630 Billionen und 1.2 Billiarden Dollar.

 

Quellen:

  • https://www.forbes.at/artikel/das-geld-auf-der-welt.html
  • https://www.gabler-banklexikon.de/definition/virtuelles-geld-62366
  • https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/e-yuan-oder-bitcoin-wie-china-seine-kryptowaehrung-vorantreibt/25795398.html
  • https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/risikofaktor-banken-die-tickende-zeitbombe-der-weltweiten-derivate_H842895196_74709/
  • https://www.derivateverband.de/DE/MediaLibrary/Document/Daten,%20Fakten,%20Argumente/18%2009%2013%20Daten%20Fakten%20Argumente%20Nr.%209%20Wie%20dienen%20Derivate%20der%20Realwirtschaft.pdf
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